Great Place to Work ist ein internationales Forschungs- und Beratungsinstitut, das Unternehmen anhand ihrer Arbeitsplatzkultur zertifiziert und als Arbeitgeber auszeichnet.
Great Place to Work (GPTW) ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsinstitut mit Ursprung in den USA, das seit den 1990er-Jahren Unternehmen hinsichtlich ihrer Arbeitsplatzkultur analysiert, zertifiziert und auszeichnet. In über 60 Ländern unterstützt GPTW Organisationen dabei, ihre Unternehmenskultur messbar zu machen und gezielt weiterzuentwickeln. Im DACH-Raum ist GPTW vor allem durch die jährlich veröffentlichten Listen der "Besten Arbeitgeber" bekannt, die als Gütesiegel für Arbeitgeberattraktivität gelten.
Das Ziel von Great Place to Work ist es, eine vertrauensbasierte Arbeitskultur zu fördern. Also eine Kultur, in der Mitarbeitende ihren Führungskräften vertrauen, stolz auf ihre Arbeit sind und gerne mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten.
Kern des GPTW-Ansatzes ist der Trust Index, eine standardisierte Mitarbeiterbefragung, die fünf zentrale Dimensionen der Arbeitsplatzkultur misst:
Die Befragung umfasst rund 60 geschlossene Aussagen, die Mitarbeitende auf einer Zustimmungsskala bewerten. Ergänzend gibt es offene Fragen, die qualitative Einblicke liefern. Die Ergebnisse werden zu einem Gesamtscore verdichtet und mit Branchenbenchmarks verglichen.
Der Zertifizierungsprozess bei Great Place to Work besteht aus zwei Bausteinen:
Unternehmen, die die Mindestanforderungen erfüllen, erhalten die Zertifizierung "Great Place to Work Certified" und können sich für die Wettbewerbe "Beste Arbeitgeber" in verschiedenen Größenkategorien und Branchen bewerben.
Eine GPTW-Zertifizierung bringt Unternehmen handfeste Vorteile im Employer Branding:
Trotz der weiten Verbreitung sollte die GPTW-Zertifizierung differenziert betrachtet werden:
Unternehmen, die die Erkenntnisse einer Kulturbefragung nutzen möchten, ohne sich an ein bestimmtes Zertifizierungsprogramm zu binden, können eigene Befragungen durchführen. Moderne Plattformen für Mitarbeiterbefragungen bieten flexible Fragebögen, die sich an die individuellen Bedürfnisse anpassen lassen: inklusive kontinuierlicher Pulsbefragungen, detaillierter Segmentierung nach Abteilungen oder Standorten und automatisierter Handlungsempfehlungen.
Der Vorteil: Unternehmen behalten die volle Kontrolle über Inhalte, Frequenz und Auswertung ihrer Befragungen. Die gewonnenen Daten fließen direkt in interne Verbesserungsprozesse ein, ohne dass externe Zertifizierungskosten anfallen. Gleichzeitig lassen sich die Erkenntnisse gezielt für Employer-Branding-Maßnahmen nutzen, etwa durch die Kommunikation konkreter Verbesserungen, die auf Mitarbeiterfeedback basieren. Den passenden Fokus für solche Daten liefert der Bereich Unternehmenskultur bewusst gestalten.
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